
Analyse & Organisation
Teil von KI-Werkzeuge für Creator
Fakten und Zitate nach einer KI-Überarbeitung prüfen
Prüfen Sie Aussagen, Zahlen, Einschränkungen und direkte Zitate nach einer KI-Überarbeitung am Originalbeleg.
Vergleichen Sie eine KI-Überarbeitung mit dem Ausgangstext und dessen Belegen. Prüfen Sie neue Behauptungen, Zahlen, Namen, Verneinungen und direkte Zitate besonders genau. Eine flüssigere Fassung ist nur brauchbar, wenn die Aussagen weiterhin stimmen.
Vorteile und Risiken von KI-Überarbeitung
- Vorteil: Flüssigere Sprache und bessere Lesbarkeit
- positiv für den Textfluss
- Nachteil: Irreführende oder falsche Aussagen durch fehlende Belege
- Höheres Risiko für Fehlinformationen
- Vorteil: Zeitersparnis bei Textoptimierung
- Effizienter Workflow
- Nachteil: Unsichtbare Sinnverschiebungen durch Modalverben oder Mengenangaben
- Kleine Änderungen haben große Auswirkungen
Aussagen auf ihre Belege zurückführen
Bewahren Sie Original und Überarbeitung getrennt auf. Markieren Sie in der neuen Fassung jede überprüfbare Aussage: Wer tat was, wann und unter welcher Einschränkung? Öffnen Sie die zugehörige Aufnahme, das Dokument oder eine andere belastbare Quelle an der betreffenden Stelle. Eine Quellenangabe des KI-Werkzeugs ersetzt diesen Abgleich nicht.
Befund / Handlung
- Aussage und Beleg stimmen überein
- Wortlaut und Kontext noch einmal abgleichen.
- Neue Behauptung ohne Beleg
- Recherchieren oder streichen.
- Zahl ohne Bezugszeitraum
- Zeitraum ergänzen oder Aussage enger fassen.
- Genannte Quelle stützt den Satz nicht
- Satz korrigieren oder entfernen.
- Stelle bleibt unklar
- Bis zur Klärung nicht verwenden.
Anthropic beschreibt, dass auch überzeugend wirkende Zitate unbelegt sein können. Der sichere Ton einer Formulierung ist deshalb kein Beleg.
Risikofaktoren bei KI-Überarbeitung (basierend auf Quellen)
- Unbelegte Zitate trotz überzeugenden Ton
- häufig bei KI-Ausgaben
- Zahlen ohne Bezugszeitraum
- verfälschen die Interpretation
- Nicht zutreffende Quellenbezug
- macht Aussagen ungültig
Kleine Sinnänderungen erkennen
Achten Sie auf Modalverben, Mengenangaben, Zeiträume und Bedingungen. Aus „kann“ kann bei einer Überarbeitung „wird“ werden; aus „einige“ kann „alle“ werden. Auch wenn eine Zahl gleich bleibt, verändert ein gestrichener Bezugszeitraum ihre Aussage.
Vergleichen Sie bei wichtigen Sätzen Subjekt, Handlung, Zeitpunkt, Einheit und Einschränkung. Aus „Die Funktion ist im geprüften Tarif verfügbar“ darf ohne weiteren Beleg keine allgemeine Verfügbarkeitsaussage werden.
KI-Überarbeitung vs. Original: Unterschiede erkennen
- Modalverb: 'kann' → 'wird'
- Veränderung der Wahrscheinlichkeit / Verpflichtung
- Mengenangabe: 'einige' → 'alle'
- Erweiterung des Aussagewertes, potenziell irreführend
- Bezugszeitraum gestrichen
- Zahl verliert Kontext und kann falsch interpretiert werden
- Verneinung verschwindet
- Kritische Einschränkung geht verloren
- Allgemeine Verfügbarkeitsaussage statt geprüften Tarif
- Verallgemeinerung ohne Beleg
Direkte Zitate am Original prüfen
Öffnen Sie für jedes direkte Zitat die Aufnahme, das Transkript oder das Originaldokument. Prüfen Sie Sprecher, Wörter und Zusammenhang. Eine umformulierte Aussage gehört nicht in Anführungszeichen. Ist der Wortlaut unklar, lassen Sie die Stelle offen, bis sie geklärt ist.
Reuters betont in seinen journalistischen Standards Genauigkeit, transparente Korrekturen und den Verzicht auf erfundene oder irreführend zugeschriebene Informationen. Verwenden Sie den geprüften Wortlaut als direktes Zitat oder geben Sie den belegten Sinn ohne Anführungszeichen wieder. Bei Übersetzungen prüfen Sie zusätzlich, ob Ton und Bedeutung erhalten bleiben.
Die letzte Fassung kontrollieren
Halten Sie offene Stellen im Entwurf fest. Prüfen Sie nach der letzten Änderung auch Titel, Zwischenüberschriften, Bildtext und Kurzbeschreibung. Dort können eine alte Zahl oder eine zu starke Formulierung stehen bleiben, obwohl der Fließtext bereits korrigiert wurde. Trägt die Quelle eine Aussage nicht, formulieren Sie enger oder lassen Sie sie weg.


